Sympathische Empathie

Zur Zeit ist viel von Solidarität die Rede. Von Mitgefühl und Empathie. Jedoch sollte man unterscheiden: Mitgefühl ist nicht gleich Mitleid ist nicht gleich Empathie. In diesem Blogbeitrag geht es - auch wenn Jumedit eine Online-Plattform ist - um etwas, das ans «Eingemachte» gehen kann.

Wirft man Mitleid, Mitgefühl und empathisches Empfinden in einen Topf, liegt man falsch. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass es klar Unterschiede gibt, die sich sogar an unterschiedlich aktiven Hirnarealen erkennen lassen.

So beschreibt die Wissenschaftlerin und Buchautorin Brene Brown, dass Empathie eher Verbundenheit schafft, während Mitleid das Ungleiche eher noch verstärkt. Wenn man Mitleid hat, fühlt man mit jemanden mit - aber ohne sich wirklich mit dem Gefühl zu verbinden. Auch ist es sehr menschlich, schnell ein paar Ratschlägen zur Hand zu haben, warum diese und jene Situation gar nicht so schlimm sei oder was man besser machen könnte - meist ohne, dass man danach gefragt wurde. Das Problem dabei ist, dass dies im Gegenüber eher negativ wirkt: es verstärkt eher noch das Gefühl, anders zu sein und nicht verstanden zu werden, so wie man ist.

Im Gegenzug dazu wäre empathisches Empfinden, dass man wirklich versucht die Perspektive des anderen einzunehmen ohne zu urteilen. Emotionen (auch in sich selbst) anzuerkennen und das mit dem Gegenüber zu kommunizieren.

Brown fasst es in einem schönen Zitat zusammen: «Empathy is a (vulnerable) choice. In order to connect with you, I have to connect with something in myself that knows that feeling.»

In diesem Sinne, lade ich euch ein euer Herz zu öffnen. Probiert es mal aus! Zum Beispiel beim nächsten Randständigen den ihr trefft. Perspektive erweitern und Vorurteile loslassen! 

Und wenn es live grad nicht passt: Nutzt unsere Spenden-Plattform! Dafür ist sie da!  

 

 Autor:Julia
 Datum:23.04.2020
 Lesezeit:2 min